Für abhebewillige Großverdiener aus dem befreundeten Ausland haben die ugandischen Banken zwei echte Servicehighlights vorbereitet. Zum einen verfügt jeder Bankautomaten im Land zu seinem Schutz über einen eigens dafür abgestellten Wachmann, welcher jedoch in Wirklichkeit noch eine ganze Reihe weiterer Dienstleistungen zu übernehmen hat: denn er dient auch als erste Informationsquelle über die derzeitige Verfügbarkeit von Bargeld, Quittungen oder etwaige Wartezeiten, ist in der Regel auch gerne zur Assistenz bei der PIN-Eingabe, Kartenverwaltung oder Kontoführung bereit (und hat eher weniger Verständnis dafür, dass diese Angebote von mir so selten in Anspruch genommen werden) und weiß immer genau, wann die gerade durch geführten Reparaturarbeiten wohl beendet sein werden (meist in 5 bis 10 (ugandischen) Minuten, das entspricht etwa 4 bis 6 Stunden Echtzeit).
| So reich und doch so arm - das sind keine 500 Euro... |
Aber nicht die allgegenwärtigen und äußerst kontaktfreudigen Wachposten vor den modernen Elektrotresoren machen jeden Abhebevorgang zu einem Erlebnis, denn zu anderen sind auch die Automaten selbst sind eine genaue Betrachtung wert. Habe ich anfangs noch in meiner panischen Unsicherheit noch die englische Menüführung gewählt, um bloß ja ganz schnell mein Geld zu bekommen und zu verschwinden, erkunde ich seit einiger Zeit die erfrischend leicht verständliche Beschreibung eines Abhebevorgangs in Luganda: „Introduzca su PIN par favor“ - Klar, PIN eingeben, mach ich glatt. - „Retiro de efectivo“ - Ja, ich will Bargeld abheben. Überraschend, wie gut ich alles verstehe. - “Intorduzca la cantidad de dinero“ - Ich brauche so 300.000 Schilling. Aber irgendwie kommt mir das alles Spanisch vor. - „Espere por favor“ - Na gut. - „Gracias por usar Stanbic ATM“ - Keine Ursache. Um einige Schilling und ein Stück Selbstbewusstsein reicher mache ich mich auf den Weg nach hause. Nur eine Frage quält mich: warum ging das bloß im Lugandaunterricht nie so einfach?
Du Pimp! Dicke Geldbündel und alles!
AntwortenLöschenUnd, schon Ostereier bemalt? Was hält man dort unten eigentlich vom Osterhasen? Kennt man den?
"Man wird sich nicht mit Börs’ und Beutel plagen,
AntwortenLöschenEin Blättchen ist im Busen leicht zu tragen,
Mit Liebesbrieflein paart’s bequem sich hier.
Der Priester trägt’s andächtig im Brevier,
Und der Soldat, um rascher sich zu wenden,
Erleichtert schnell den Gürtel seiner Lenden.
[...]
Ein solch Papier, an Gold und Perlen Statt,
Ist so bequem, man weiß doch, was man hat;
Man braucht nicht erst zu markten noch zu tauschen,
Kann sich nach Lust in Lieb und Wein berauschen.
Will man Metall, ein Wechsler ist bereit,
Und fehlt es da, so gräbt man eine Zeit.
Pokal und Kette wird verauctionirt,
Und das Papier, sogleich amortisiert,
Beschämt den Zweifler, der uns frech verhöhnt.
Man will nichts anders, ist daran gewöhnt."