Montag, 18. April 2011

Aktuelles IV

Demonstrationen 

Hier liegt die Zukunft Ugandas: Öl im See
Die Regierung stellt sich den seit einer Woche stattfindenden Demonstrationen in wenig überraschender Weise. Vorsichtig ausgedrückt. Polizei und Militär sind in erhöhter Alarmbereitschaft und agieren wenig zimperlich. Die Polizeipräsenz wurde in allen größeren Städten des Landes massiv erhöht. Es gab allein letzten Donnerstag mindestens 220 Verhaftungen. Vier Menschen starben seitdem bei der Auflösung von Demonstrationen. Der Oppositionsführer Besigye wurde während eines Demonstrationsmarsches angeschossen. Mindestens zehn zum Teil sehr prominente Oppositionelle (u.a. der neugewählte Bürgermeister Kampalas) befanden sich zeitweise in „Schutzhaft“. Auch heute wurden sie in Erwartung weiterer "Walk to Work"-Märsche bereits morgens vorbeugend in Gewahrsam genommen. Uganda entwickelt sich scheinbar zu einem Polizeistaat. Aber wenigstens zu einem gut gerüsteten, wenn man den Medienberichten glauben schenken darf. Denn vor wenigen Wochen verkündete die Regierung, Kampfjets und Panzer für umgerechnet 740 Mio. Dollar kaufen zu wollen. Zum Schutz gegen "Eventualitäten" bei der Erschließung der Ölvorkommen im Lake Albert an der Grenze zum Kongo. Na dann.

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