Sonntag, 17. April 2011

Aktuelles III

Die allgemeine Stimmung

"Ehre sei Gott" - doch oft nicht für alle bezahlbar
Von westlichen Medien weitgehend unbemerkt hat die eigentlich schon seit einem Jahrzehnt anhaltende ökonomische Krise nun durch die brutal einsetzende Inflation zu einigen brandheißen Entwicklungen geführt. Die in den im Februar diesen Jahres abgehaltenen Präsidentschaftswahlen zuletzt vernichtend geschlagene Opposition versucht dieser Tage, den allgemeinen Unmut insbesondere der ugandischen Jugend gezielt auf die Straße zu bringen. Mit sogenannten „Walk to Work“-Demonstrationen („Lauf zur Arbeit“) soll auf die explodierenden Transportpreise aufmerksam gemacht werden. Eigentlich unnötig, denn der mittlerweile jeden Morgen zu beobachtenden Exodus der arbeitenden Bevölkerung in Richtung Stadtzentrum spricht auch an Nichtdemonstrationstage Bände. Denn längst hat die Krise auch die, so vorhandene, ugandische Mittelschicht in den Außenbezirken ergriffen und zwar in einem viel tiefgreifenderen und bedrohlicherem Maße, als es beispielsweise die Weltfinanzkrise in westlichen Ländern vermochte. Gegen die hiesigen Entwicklungen war das Jammern auf hohem Niveau.

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