Geldentwertung
… denn seit etwa zwei Wochen setzt in Uganda etwas ein, was den wirtschaftlich bewanderten und/oder ziemlich betagten Lesern eine grauenerregende Vorstellung sein dürfte: Uganda hat mit solch schnellen Preissteigerungen zu kämpfen, dass wir für den Monat April wohl getrost von „galoppierender Inflation“ sprechen können. Denn zumindest Nahrung und Transportdienstleistungen haben sich in zwei Wochen um mindestens 50 Prozent verteuert und das sind die Posten, die die größten täglichen Ausgaben in den Budgets der Slumbewohner Kampalas ausmachen. Da mag die Regierung noch so sehr abwiegeln und mit künstlich schöngerechneten Statistiken die allgemeine Inflation auf unter 10 Prozent beziffern, die alltägliche Erfahrung spricht eine andere Sprache. Denn arbeitslose Familienväter mit acht Kindern kaufen äußerst selten die in die Regierungsberechnungen einfließenden Neuwagen, Reiserücktrittsversicherungen oder Laminierungsmaschinen. Sondern überraschenderweise lieber ein Kilo Reis (von 1500 auf 2500 Schilling), eine Fahrt aus Kawempe in die Stadt (von 500 auf 1000 Schilling) oder ein Mittagessen bestehend aus Kochbananen (Matooke), Maismehlbrei (Posho) und Bohnen (von 1500 auf 2500 Schilling).
| Kikomando: von 800 auf 1200 Schilling und kein Ende in Sicht |
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