Freitag, 15. April 2011

Aktuelles I

Die folgende Artikelserie wird einen kleinen Einblick in aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Uganda geben. Ich werde das wie üblich nicht so ernst halten, auch wenn ich manches durchaus bedenklich finde. Wer mehr erfahren will, der wende sich an mich persönlich.

Was bisher geschah...

Der ugandische Verein der Numismatiker sucht...
Starten wir mit einer guten, wenn auch etwas veralteten Nachricht: seit meiner Ankunft in Uganda steigt der Wert des Euro unaufhörlich. Hurra, möchte man da rufen. Um knapp 20 Prozent hat er seit August 2010 zugelegt. Viele tausend Schilling zusätzlich sind dadurch unerwarteterweise in meine Taschen geflossen und haben mir das Leben geradezu paradiesisch versüßt. Danke liebes Europa! Von deiner wirtschaftlichen Stärke profitierte ich auch fern der Heimat permanent. Vielleicht machte sie mich gar ein wenig überheblich. 
Doch der Reihe nach: von Zeit zu Zeit fühlte ich mich wie Gott in Frankreich. Mit von Geldbündeln ausgebeulten Taschen schlendert ich über den Wochenmarkt in Kalerwe und ließ die Verkäuferinnen gönnerhaft auch mal eine Tomate weniger in mein Körbchen legen. Ich konnte es mir ja leisten. Manches Mal sah man mich mit vollen Händen Bonbons unter den Kindern Kawempes verteilen, auf dass sie den Herrn für seine Güte, mich zu ihnen zu senden, lobpreisen mögen. Und in langen afrikanischen Nächten schlief ich selig mit dem Gedanken an meine sich durch die undurchschaubaren aber segensreichen Mechanismen der modernen Finanzwelt unsichtbar vermehrenden Reichtümer auf meinem Bankkonto ein, wohlwissend, dass sich auch am nächsten Morgen wieder mehrere hundert Ugandaschilling wie von Zauberhand zu meinen nicht unerheblichen Barschaften hinzugesellt hätten. Mir ging es gut, ich hatte nichts zu fürchten. Das konnte ja nicht so weitergehen, wie mir heute klar ist...

1 Kommentar:

  1. Wahnsinnig geiler Clifhanger, besser als bei MacGyver und Enterprise zusammen!

    NF

    AntwortenLöschen